Wir wenden uns besonders an die Einwohner von Haßleben und Umgebung.
Der NABU Sömmerda bitte um Hinweise zur gesuchten Storchendame Lilly. Wer diese in Gärten, auf Wiesen oder Feldern bei der Nahrungssuche feststellt, sollte den NABU Sömmerda unter 0176 71248766 oder den Storchenbeauftragten unter 0172/9490132 informieren, aber die Störchin dabei nicht stören. Vielleicht gelingt es uns mit ihrer Hilfe die Storchendame einzufangen.
Der NABU Kreisverband Sömmerda e.V. bedankt sich herzlich bei allen Spendern für die gezeigte finanzielle Unterstützung.
Mit dieser Hilfe kann unser Storchenbeauftragter Futter für die Jungstörche und den Storchenmann Willi kaufen. Durch ihn werden die Störche zweimal am Tag mit Futter versorgt.
Das einfangen der Storchendame Lilly unterliegt erstmal strengen Regularien, da es sich um ein Wildtier handelt, was besonders geschützt ist.. Hierzu war erst die Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde beim LK Sömmerda einzuholen. Nachdem die vorlag, konnte das Einfangen beginnen, was aber nicht einfach umzusetzen ist. Die Störchin kann nur am Boden gefangen werden. Da sie noch fliegen kann, erfolgt bei Annährung sofort ein Auffliegen. Alle Versuche des Storchenbeauftragten und der vielen Helfer, auch mit Drohne und Wärmebildkamera, waren daher bis jetzt nicht erfolgreich. Die Versuche gehen weiter.
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des NABU Sömmerda e.V. hatte der Kreisverband im Landkreis die Schulen aufgerufen sich für die Pflanzung eines Obstbaumes oder von Beerensträucher zu bewerben.
NABU Thüringen zum Tag des Bibers am 7. April: Bürokratie abbauen, Geld einsparen und Natur schützen – der Biber zeigt, wie's geht
Jena – Zum Tag des Bibers am 7. April macht der NABU Thüringen darauf aufmerksam, dass effektiver Natur- und Gewässerschutz nicht immer teuer und bürokratisch sein muss. Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Der Biber (Castor fiber) vollzieht, insbesondere an kleinen Fließgewässern, zentrale Aufgaben der Gewässerrevitalisierung schneller, günstiger und unbürokratischer als jede technische Maßnahme – wenn man ihn machen lässt. Marcus Orlamünder, der Naturschutzreferent des NABU Thüringen, weiß um die Qualitäten des größten Nagetieres Europas: „Biber sind wahre Landschaftsarchitekten. Wo sie am Werk sind, steigt der Artenreichtum enorm. Das zeigen wissenschaftliche Studien aus der ganzen Welt, auch aus Deutschland. Sehr viele Tier- und Pflanzenarten profitieren von Biberlandschaften, darunter Libellen, Vögel, Fische, Fledermäuse, Amphibien, kleine Wasserlebewesen und nicht zuletzt wir Menschen. Biber stabilisieren den Wasserhaushalt in der Landschaft, dämpfen Hochwasserspitzen, halten Nährstoffe wie Nitrat zurück und verbessern die Wasserqualität der Fließgewässer. Der Biber ist sogar ein Verbündeter im Klimaschutz, seine Auen wirken als natürliche CO2-Senken.“
Dass Biber schnell und günstig renaturieren können, zeigt eine aktuelle Kosten-Nutzenanalyse, welche der NABU in Auftrag gegeben hat. Am Beispiel eines 1,2 Kilometer langen Gewässerabschnitts des Bampfen bei Baindt im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg zeigt sich, dass die vielfältigen Biberleistungen für Natur und Mensch nur mit erheblichem Aufwand zu ersetzen wären. Hier haben Biber aus einer unattraktiven Gewässerrinne durch das Bauen von Dämmen eine strukturreiche Auenlandschaft erschaffen. Der Biber hat dort mosaikartige Lebensraumstrukturen und andere Ökosystemdienstleistungen geschaffen, die der Mensch, unabhängig von den hohen Kosten, in einer derartigen Geschwindigkeit nicht herstellen könnte. Planung, Genehmigungen und Bau vergleichbarer Maßnahmen würden über 100.000 Euro kosten und viele Jahre in Anspruch nehmen, zuzüglich jährlicher Instandhaltungskosten von rund 5.600 € im Fall Bampfen. Bezogen auf die rund 17.500 Kilometer Fließgewässer zweiter Ordnung im Zuständigkeitsbereich der Thüringer Kommunen ergeben sich durch den Biber hochgerechnet Kostenvorteile in Milliardenhöhe.
Angesichts der dringenden Notwendigkeit, bei Klimaschutz und Klimawandelanpassung sowie beim Erhalt der Artenvielfalt schneller und effektiver voranzukommen, braucht es laut NABU Thüringen einen Perspektivwechsel: „Der Biber arbeitet ohne Antrag, Ausschreibung oder Rechnung. Gerade in Zeiten knapper Kassen sollten wir diese Leistung anerkennen und viel stärker für uns nutzen. Während alle von Bürokratieabbau und Planungsbeschleunigung reden, setzt der Biber einfach um“, erklärt Marcus Orlamünder. „Deshalb ist es wichtig, Biber zu unterstützen und an Gewässern den notwendigen Raum zu ermöglichen. Ein zehn Meter breiter Schutzstreifen an Gewässern würden dabei schon helfen – unter anderem auch, um Konflikte mit Landnutzung zu minimieren.“
An strukturarmen Gewässern bietet es sich sogar an, Hilfsmaßnahmen wie zum Beispiel Weidenstecklinge in den Boden zu bringen, damit diese als Winternahrung für den Nager und zur Strukturverbesserung verfügbar sind. „Erst kürzlich haben wir gemeinsam mit dem Gewässerunterhaltungsverband Obere Saale/Orla und mit 20 ehrenamtlichen Helfenden eine Weidensteckaktion an der Orla zwischen Pößneck und Kleindembach durchgeführt. An derartigen Gewässern sind solche Maßnahmen sehr hilfreich, um Lücken im Gehölzsaum zu schließen. Davon profitieren auch andere Tierarten wie Vögel, Amphibien und Insekten sowie das Gewässer selbst“, berichtet der NABU-Experte.
Hintergrund:
Link zur Kosten-Nutzen-Analyse die im Auftrag des NABU Baden-Württembergs erstellt wurde: https://medienbibliothek.nabu.de/folder/797657/file/21090751
Auch in diesem Jahr konnten im Landkreis Sömmerda wieder elf Schwalbenfreunde mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet werden. Frau Nadine Horn nahm dafür die Bewerbungen entgegen und fuhr in den Monaten Juni bis August zu jedem Bewerber persönlich, um sich die Nester und Schwalben vor Ort anzuschauen.
Vor allem viele Mehlschwalben hatten es sich im Außenbereich an den verschiedenen Häusern gemütlich gemacht. Aber auch Rauchschwalben, welche innerhalb eines Gebäudes ihr Nest bauen, konnten beobachtet werden.
Vor allem viele Mehlschwalben hatten es sich im Außenbereich an den verschiedenen Häusern gemütlich gemacht. Aber auch Rauchschwalben, welche innerhalb eines Gebäudes ihr Nest bauen, konnten beobachtet werden.
Die Bewerber freuen sich jedes Jahr, wenn „Ihre“ Schwalben im Frühjahr wieder nach Deutschland zurückkehren und die Nester wieder bewohnen. Einige Schwalbenfreunde bauen den Schwalben auch Kunstnester, welche ebenfalls gern angenommen werden.
Sind auch Sie ein Schwalbenfreund? Dann bewerben Sie sich für das nächste Jahr über unser Internetseite. Gern setzt sich Frau Horn ab Mai mit Ihnen in Verbindung.