Willkommen beim NABU  Sömmerda


Vogelbeobachtung am Speicher Straußfurt

Anfang Oktober treten zahlreiche Vögel ihren Weg in die Winterquartiere an. Am Rückhaltebecken Straußfurt rasten dann viele Vögel.

 

Zur Zeit sind verschiedene Limikolen wie Regenpfeifer, Grünschenkel, Bekassine da, Gänse, Silberreiher, verschiedene Möwen, verschiedene Enten und viele Haubentaucher. Auch haben wir schon 212 Kraniche, welche zum Sonnenuntergang zur Übernachtung kommen. 

 

Die Kraniche sind nur bei Sonnenaufgang und -untergang (ab etwa 1 Stunde davor) zu beobachten sind. Tagsüber befinden sie sich auf den Feldern zur Nahrungssuche.

 

Aktuelle Sichtungen am Donnerstag, 21.10.2021 

134 Kraniche, ca. 300 Silber- und Steppenmöven und viele Gänse.

An dieser Situation wird sich erst etwas ändern, wenn wir nordöstliche Luftströmungen bekommen.


Herbsttipp des NABU Sömmerda

 

Naturnahe Gärten helfen dem Winterschläfer Igel

 

Die ersten kalten Nächte haben im Landkreis bereits den Herbst eingeläutet. Für Wildtiere, wie den Igel, beginnt jetzt der Endspurt. Die Insektenfresser sind auf der Suche nach Nahrung und einem sicheren Winterquartier. Um gut vorbereitet die kalte Jahreszeit zu überstehen, müssen sich Igel genügend Gewicht anfressen, denn schon etwa ab Mitte Oktober wird das Nahrungsangebot knapper. 

 

Igel im Garten: Immer auf der Suche nach einem Leckerbissen

 

Die dämmerungs- und nachtaktiven Stacheltiere fühlen sich in naturnah gestalteten Gärten wohl, wo sie unter Hecken, Büschen und Bäumen nach Nahrung suchen und sich verstecken können. Auf ihrem Speiseplan stehen Käfer und deren Larven, Schmetterlingslarven, Spinnen, Regenwürmer, Tausendfüßer, Ohrwürmer und andere Kleintiere. Laub-, Reisig- und Totholzhaufen sind der ideale Platz als Unterschlupf. Auch eine Trockensteinmauer mit Höhlungen im hinteren Teil und ausreichend großen Zugängen kann als Quartier dienen. Gekaufte Igelkuppeln oder selbst gebaute Igelhäuschen sind ebenso willkommen. Einmal da, bleiben Igel meist ein Leben lang ihrem Lebensraum treu.

 

Igelnest unter Hecken und im Kompost

 

Wenn es ab Oktober oder November nachts am Boden dauerhaft frostig wird, suchen Igel ihr Winterquartier auf. Erst gehen die Männchen, dann die Weibchen und zuletzt die Jungigel in den Winterschlaf – letztere sind am längsten auf Nahrungssuche unterwegs, um an Gewicht zuzulegen.. Für den Winter brauchen sie störungsfreie Rückzugsräume. Wer seinen Garten winterfest macht, kann dem Igel etwas Gutes tun, indem Laub sowie Grün-, Baum und Heckenschnitt in einer Gartenecke, unter Hecken und Bäumen, liegen bleibt oder aufgehäufelt wird. Kleinsäuger, wie der Igel finden dort Nahrung.  Eine Umrandung aus Feldsteinen hält das Material zusammen. Ihre Nester bauen Igel auch gerne in Komposthaufen. Tote Pflanzenreste nützen auch den Regenwürmern, die das Laub zersetzen und dem Igel wiederum als Nahrung dienen. 

 

Um Igel vor Verletzungen und Vergiftungen zu schützen, sind Gifte und Mähroboter sowie Laubsauger und -häcksler im Garten tabu. Igel sind keine Fluchttiere. Sie laufen bei  Gefahr nicht weg, sondern rollen sich zusammen und warten ab. 

 

Igel drehen auf ihrer nächtlichen Nahrungssuche große Runden. Damit sie keine Umwege machen müssen, sollte unter Zäunen ein Durchschlupf für sie bleiben. Steile Teichufer, Lichtschächte und Treppenaufgänge können für Igel, aber auch für Kröten oder Salamander zur tödlichen Falle werden und sollten mit einer Ausstiegshilfe gesichert sein. 

 

Welche Igel brauchen Hilfe?

 

Hilfsbedürftig sind Jungigel, die Anfang November mit weniger als 600 Gramm aktiv sind. Bis zum Wintereinbruch schaffen sie es nicht, ausreichend zuzunehmen und sollten zu einer Pflegestelle gebracht werden. Als Basisfutter für eine Notfütterung eignet sich hochwertiges Katzen- oder Hundenassfutter mit hohem Fleischanteil, auch gegartes, ungewürztes Rinderhackfleisch oder gestocktes Rührei sind geeignet – Kuhmilch dagegen nicht. Bei Altigeln, die so spät im Jahr tagsüber aktiv oder sehr leicht sind, besteht die Gefahr, dass sie krank oder unterernährt sind. Auch wenn ein Igel torkelt, röchelt, apathisch ist oder Durchfall hat, sollte sich ein igelkundiger Tierarzt oder eine Igelstation (www.igelverein.de) um ihn kümmern. Allerdings sollten Igel immer erst genau beobachtet und Expertenrat eingeholt werden, bevor sie eingefangen und ins Haus gebracht werden! 

 

 

Wenn Igel zwischendurch mal wach werden…

 

Wenn es mitten im Winter öfter mal frühlingshaft wird, werden auch Igel mitunter putzmunter und durchstreifen die Gärten auf Nahrungssuche. Dass Igel bei hohen Temperaturen aufwachen, ist normal und bei gesunden Tieren kein Problem.


Schwalben willkommen

Der NABU Kreisverband Sömmerda e.V. möchte auch in diesem Jahr wieder Bürger*innen des Landkreises Sömmerda ehren, die sich für den Schutz der Schwalben einsetzen.

 

Wer unterstützt die Schwalben beim Nestbau durch anlegen von Lehmpfützen, anbringen von Nistunterstützungen oder Schutz der Schwalbennester?  mehr Infos →

 

Über 80 Standorte im Landkreis wurden bereits als „Schwalbenfreundliches Haus“ geehrt. Eine ganz besondere Geschichte kommt aus Teutleben. weiterlesen  →